Nicht Arbeitslast sondern Arbeitsumfeld ist Herausforderung

Laut der Steinbeis Consulting Studie “Arbeitswelt. Arbeitszufriedenheit. Lebensglück.”  sind glücklichere Menschen leistungsorientierter als andere. Der Beruf spielt für ihr Glücksstreben eine deutlich wichtigere Rolle. Er ist gar von größerer Bedeutung als der Aspekt „Familie und Partnerschaft“. Unzufriedenheit mit dem Beruf mindert das allgemeine Glücksempfinden stärker als Unzufriedenheit mit dem Privatleben.
Dieses Ergebnis vor Augen, ergeben sich klare Verantwortlichkeiten für Arbeitgeber. An erster Stelle steht die Aufgabe, ein Arbeitsklima zu schaffen, in dem sich Mitarbeiter wohl fühlen. Dazu gehören Arbeitsbedingungen, die Flexibilität und Autonomie in der Arbeitsbewältigung beinhalten. Dies fördert insbesondere den Abbau des Spannungsfelds zwischen Beruf- und Privatleben. Arbeitsinhalte und Arbeitsumfeld sollten Sinn stiften und Identifikation bieten. Dazu bedarf es einer neuen „Anerkennungskultur“, die Erfolgserlebnisse vermittelt und den Arbeitsstolz steigert.
Eine Anerkennungskultur sieht die im einzelnen Menschen liegenden Potenziale und Fähigkeiten und verwendet diese als Bewertungsmaßstab zur Leistungsbeurteilung. Anerkennung basiert dann darauf, dass ein Mitarbeiter im Rahmen seiner Möglichkeiten sein Bestes gibt. Sie verzichtet weitgehend auf eine vergleichende Bewertung im Sinne von „besser“ oder „schlechter“ als andere. Solche Vergleiche mindern – im negativen Fall – das Glücksempfinden und demotivieren.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Wir reden zu viel über Work-Life-Balance und zu wenig über Arbeitsbedingungen. Stimmen die Arbeitsbedingungen, stellt sich Work-Life-Balance quasi von alleine ein.

Quelle:   Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung (StW)

Steinbeis Consulting Studie „Arbeitswelt.Arbeitszufriedenheit.Lebensglück.“  [pdf]

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